Geschichte

Funde bei Pompeji und Herculaneum zeigten Tafelmalereien in Encaustic. In der Oase Fayum in Ägypten entdeckte man Holzsarkophage und Mumienporträts, die darauf schließen lassen, dass die Encausticmalerei schon über 3000 Jahre alt ist und somit zu den ältesten Maltechniken auf der Welt gehört.

Ab dem 6. Jahrhundert wurde die Encaustic zunehmend wegen ihrer komplizierten Technik und den giftigen Dämpfen, die durch das Metalloxid der Farben beim Erhitzen frei gesetzt wurden, von der Ölmalerei abgelöst. Im 16. Jahrhundert wurde das encaustische Malverfahren wieder entdeckt: Leonardo da Vinci, Carl Rottmann (Hofmaler des König Ludwigs I.), Max Doerner (Gründer der Münchener Encausticer-Gilde), auch Goethe probierte die Encaustic aus, Arnold Böcklin (Kunstakademie Weimar), Jasper Jones (Pop Art);

Was ist Encaustic?

Encaustic (griechisch) „mit Feuer erwärmt“  „eingebrannt“

Das erhitzte Wachs wurde als Bindemittel für die Farbpigmente verwendet und die Oberfläche konnte dadurch witterungsbeständig versiegelt werden.

Man malte mit einer erhitzten „Cauteria“ auf Holz, Elfenbein, Ton-, Schiefer- oder Marmorplatten. Im Altertum wurde die Encaustic für die sakrale Ikonenmalerei benutzt. Die Ikonenkünstler fasteten und reinigten sich bevor sie ihr Werk begannen. Man benutzte das  „punische Wachs“, das nach alchemistischen Geheimrezepten oder nach den Sonne- und Mondkonstellationen hergestellt wurde. Das Bienenwachs kochte man mit Meerwasser und bearbeitete es anschließend weiter - bis es keine Säure mehr enthielt. Dieses punische Wachs war sehr „durchscheinend“. Es erreichte einen Lichtbrechungsindex von Glas.

Durch die Wachs-Farbverbindung werden die Streuungen des Lichtes verkleinert und die Farbwirkung bekommt einen dreidimensionalen Charakter, so dass man in die „Bilder schaut“. Die Encausticer sprechen von einer „atmenden Haut“.

 

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